US-Aktien stürzen wegen Inflationsangst ab, Anleiherenditen steigen
US-Aktien erlitten starke Verluste, da Inflationssorgen die langfristigen Renditen auf Mehrjahrzehntelhoch trieben und der Nasdaq 100 in den Korrekturbereich eintrat.
Die Wall Street schloss am Donnerstag tief im Minus, wobei der S&P 500 um 1,5 % fiel und der Nasdaq 100 in eine technische Korrektur rutschte, nun 11 % unter seinem Rekordhoch. Der Ausverkauf wurde durch wachsende Inflationsängste getrieben, nachdem die Federal Reserve die Zinsen unverändert ließ, aber zugleich ein Wiederaufflammen der Ölpreise einräumte.
Die Renditen länger laufender US-Staatsanleihen sprangen auf Niveaus, die seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurden. Die Rendite der 30-jährigen stieg auf den höchsten Stand seit 2007, was die Marktangst widerspiegelt, dass anhaltend hohe Energiekosten den Preisdruck aufrechterhalten könnten. Rohöl der Sorte Brent durchbrach die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel und trug zum stagflationsartigen Narrativ bei.
Die Entscheidung der Fed, die Zinserhöhungen zu pausieren, gepaart mit ihrem vorsichtigen Ton zur Inflation, beruhigte die Anleger nicht. Stattdessen griff die Neubewertung am Anleihemarkt auf die Aktienmärkte über und traf vor allem zinssensitive Technologiewerte hart.
Source: First Squawk