Gold hält kräftige Gewinne, da die Straße von Hormus wieder geöffnet wird und der Zinsdruck der Fed nachlässt
Gold stabilisierte sich bei rund 4.260 Dollar je Unze nach dem größten Tagesanstieg seit Anfang Februar, während die Zinsmärkte die Erwartungen an eine geldpolitische Straffung in den USA deutlich senkten.
Die Goldpreise stabilisierten sich bei rund 4.260 Dollar je Unze, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung um 4,1 % gestiegen waren – der stärkste Tagesgewinn seit dem 3. Februar. Der Anstieg erfolgte, als Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus die akuten geopolitischen Risiken verringerten und die Dringlichkeit weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve abschwächten.
Die Märkte preisen nun nur noch eine einzige Zinserhöhung in den USA bis zum Jahresende ein, nachdem es vor einer Woche noch zwei waren. Die Verschiebung spiegelt die Einschätzung wider, dass nachlassende Lieferkettenbelastungen und ruhigere Energie-Transitrouten der Fed weniger Anlass zu einer aggressiven Straffung geben werden.
Die kräftige Erholung des Goldes unterstreicht, wie schnell sich die Makrostimmung drehen kann, wenn sich die Erwartungen an die Zentralbanken ändern. Das Metall stand in den letzten Wochen unter Druck aufgrund des hawkischen Ausblicks der Fed, doch die Wiedereröffnung der Straße beseitigte eine wesentliche Angebotsbedrohung, die die Notenbank hätte zwingen können, zu handeln.
Source: First Squawk