Goolsbee von der Fed will mehr Belege, bevor er eine Abkühlung der Inflation erklärt
Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, sagt, die jüngsten Verbesserungen bei der US-Inflation seien ermutigend, aber er benötige mehrere weitere Monate ähnlicher Daten, bevor er zuversichtlich sei, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2-Prozent-Ziels bewegt.
Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, sagte, die jüngsten Inflationswerte seien ermutigend, er wolle jedoch mehrere weitere Monate kühlerer Daten, bevor er Vertrauen gewinne, dass die Inflation nachhaltig zum 2-Prozent-Ziel der Zentralbank zurückkehrt. Er bezeichnete die Inflation als seine größte Sorge und beschrieb das US-Wachstum und den Arbeitsmarkt als „grundsätzlich stabil“.
Goolsbee sprach sich dafür aus, die Zinssätze bei der Juli-Sitzung unverändert zu lassen, und verwies darauf, dass die Inflation über einen längeren Zeitraum über dem Zielwert geblieben sei. Weichere Inflationsdaten, schwache Einzelhandelsumsätze im Juli und eine verhaltene Einstellungsdynamik haben bereits dazu geführt, dass Anleger ihre Erwartungen an eine weitere Straffung durch die Fed reduziert haben. Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent für eine Zinsanhebung im September ein, nach deutlich stärkeren Erwartungen einen Monat zuvor.
Zudem warnte er, dass ein schnelleres Produktivitätswachstum durch Technologien wie KI nicht automatisch niedrigere Zinsen rechtfertige, da hohe Investitionsausgaben die Wirtschaft letztlich überhitzen könnten.
Source: First Squawk