BoJ kontrolliert trotz Rekordabbau bei JGB weiterhin Japans Anleihemarkt
Der Anteil der Bank of Japan an japanischen Staatsanleihen ist auf rund 46 % gefallen, den niedrigsten Stand seit 2021, bleibt aber größer als die Bestände aller anderen großen Anlegergruppen zusammen.
Die Bank of Japan hält weiterhin rund 46 % der japanischen Staatsanleihen, was einem Rückgang von 8 Prozentpunkten gegenüber dem Höchststand von 2023 und dem kleinsten Anteil seit 2021 entspricht. Selbst nach dem Rückgang ist ihre JGB-Position größer als die kombinierten Bestände von Banken, Lebensversicherern, Pensionsfonds und ausländischen Investoren.
In den zwölf Monaten bis Juli fielen die JGB-Bestände der BoJ um rund 310 Milliarden US-Dollar, der größte Rückgang innerhalb von zwölf Monaten seit Beginn der Aufzeichnungen. Dadurch verringerte sich ihr gesamter JGB-Bestand auf rund 3,3 Billionen US-Dollar, den niedrigsten Stand seit 2020, und liegt damit immer noch mehr als 400 % über dem Niveau von 2012.
Zum Vergleich: Die BoJ besaß 2013 nur etwa 10 % der JGBs. Die Zahlen verdeutlichen, wie die Zentralbank ihre Bilanzsumme reduziert und zugleich die dominierende Kraft am japanischen Anleihemarkt bleibt.
Source: The Kobeissi Letter