Kreditrisiko von Big Tech steigt stark an: CDS-Spreads erreichen Mehrjahreshochs
Die Credit-Default-Swap-Spreads großer Big-Tech-Unternehmen sind auf nahezu 7-Jahres-Hochs gestiegen und haben sich seit Anfang 2025 mehr als verdoppelt, da Rekordemissionen zur Finanzierung von KI-Infrastruktur Sorgen um das Kreditrisiko schüren.
Die Credit-Default-Swap-Spreads (CDS-Spreads) von Oracle (ORCL), Amazon (AMZN), Google (GOOGL) und Microsoft (MSFT) sind auf etwa 75 Basispunkte gestiegen und nähern sich damit den höchsten Werten seit mindestens sieben Jahren. Ohne Oracle liegt der durchschnittliche Spread für die gleiche Gruppe bei etwa 49 Basispunkten – der höchste seit 2018. Beide Kennzahlen haben sich seit Anfang 2025 mehr als verdoppelt und liegen nun deutlich über ihren Bärenmarktspitzen von 2022.
Der Anstieg der CDS-Spreads erfolgt, während Big-Tech-Unternehmen die Emission von Schuldtiteln zur Finanzierung von KI-Infrastruktur beschleunigt haben. Bisher im Jahr 2026 haben Unternehmen wie AMZN, GOOGL, NVDA, META, ORCL und SpaceX Anleihen im Investment-Grade-Bereich in Rekordhöhe von 182 Milliarden US-Dollar ausgegeben, ein Anstieg von 1.300 % im Jahresvergleich. Das entspricht etwa 15 % der gesamten im bisherigen Jahresverlauf ausgegebenen US-Unternehmensanleihen.
Der Trend zeigt, wie die KI-Revolution die Kreditmärkte umgestaltet, da Anleger in diesem Sektor einen besseren Schutz vor steigendem Kreditrisiko fordern.
Source: The Kobeissi Letter