KI-Unternehmen kaufen und vernichten Millionen Bücher, während in China der Markt für gemietete Gesichter boomt
KI-Unternehmen kaufen Millionen von gedruckten Büchern, scannen sie und vernichten sie anschließend, um Modelle zu trainieren. In der Zwischenzeit boomt in China ein Markt für gemietete Gesichter, bei dem Einzelpersonen nur 15 US-Dollar für die Rechte zur Nutzung ihres Abbilds in KI-generierten Serien und Werbung erhalten.
KI-Unternehmen erwerben riesige Mengen gedruckter Bücher, nur um den Inhalt zu scannen und die physischen Exemplare zu entsorgen. Diese Praxis befeuert die Trainingsdatensätze großer Sprachmodelle und wirft gleichzeitig Fragen zum Lebenszyklus urheberrechtlich geschützten Materials auf.
In China ist ein paralleler Markt rund um persönliche Abbilder entstanden. Plattformen zahlen Einzelpersonen nur 15 US-Dollar für das Recht, ihre Gesichtszüge zu digitalisieren und in KI-produzierten Fernsehserien, Werbung und anderen Medien wiederzuverwenden. Die Vereinbarungen beinhalten oft die unbefristete Übertragung von Rechten.
Trotz der Erzählung, dass künstliche Intelligenz menschliches Zutun bald überflüssig machen wird, zeigen diese Beispiele, dass neuronale Netze weiterhin stark von menschlicher Arbeitskraft und Ressourcen abhängig sind – von urheberrechtlich geschützten Büchern bis hin zu gemieteten Gesichtern. Die Folgen für diejenigen, die ihre Bildrechte abgetreten haben, sind noch nicht absehbar.
Source: ForkLog