Südkorea-Margenkredite erreichen Rekord von 26 Mrd. USD, Zwangsliquidationen schießen in die Höhe
Margenkredite in Südkorea haben mit rund 26 Mrd. USD einen Rekord erreicht – eine Verdoppelung seit Anfang 2025. Gemessen am Streubesitz liegen sie jedoch auf Pandemie-Tiefständen. Die tägliche Zwangsliquidationsquote stieg zuletzt auf 4-5% der ausstehenden Margenkredite, weit über dem normalen Niveau von rund 1%, was auf eine erhöhte Marktspannung hindeutet.
Südkoreanische Anleger haben rekordverdächtige rund 26 Mrd. USD an Margenkrediten aufgenommen, um Aktien zu kaufen – eine Verdoppelung seit Jahresbeginn 2025. Im Verhältnis zum koreanischen Streubesitz (dem Teil des Marktwerts, der für den öffentlichen Handel zur Verfügung steht) ist die Margenschuldenquote jedoch auf rund 0.8% gefallen, den niedrigsten Stand seit dem Pandemie-Tief von 2020. Dies deutet darauf hin, dass der Anstieg der gesamten Marktkapitalisierung das Wachstum der Verschuldung übertroffen hat.
Bei den jüngsten Marktrückgängen stieg die tägliche Zwangsliquidationsquote auf 4-5% der ausstehenden Margenkredite, weit über den unter normalen Bedingungen üblichen rund 1%. Das bedeutet, dass die Broker an einem einzigen Tag 4-5% aller margengesicherten Positionen liquidierten, weil die Kreditnehmer Margin Calls nicht nachkommen konnten. Die Rekordverschuldung verschärft die Volatilität an den südkoreanischen Märkten.
Source: The Kobeissi Letter