Russell 2000: Zinsaufwendungen erreichen 31% des EBITDA, höchster Stand seit 6 Jahren
Zinsaufwendungen machen nun 31% des EBITDA bei Russell-2000-Unternehmen aus, der höchste Stand seit mindestens sechs Jahren, mehr als eine Verdopplung seit 2020. Im Gegensatz dazu betragen die Zinslasten der S&P-500-Unternehmen 6.7% des EBITDA, gegenüber 9.5% im Jahr 2020.
US-amerikanische Small-Cap-Unternehmen geraten zunehmend unter finanziellen Druck, da Zinsaufwendungen einen Rekordanteil der Gewinne verschlingen. Bei Russell-2000-Firmen machen Zinszahlungen nun 31% des EBITDA aus – der höchste Stand seit mindestens sechs Jahren und mehr als das Doppelte des Anteils von 2020.
Im Vergleich dazu haben S&P-500-Unternehmen einen Rückgang ihrer Zinslast verzeichnet, die im letzten Zeitraum von 9.5% im Jahr 2020 auf 6.7% des EBITDA gefallen ist. Der Unterschied ist teilweise auf die Schuldenstruktur zurückzuführen: Etwa 30% der Unternehmensschulden im Russell 2000 haben variable Zinssätze, gegenüber etwa 7% bei S&P-500-Firmen.
Ein nahezu rekordhoher Anteil von 40% der Russell-2000-Unternehmen bleibt unrentabel, was den Druck durch die erhöhten Zinskosten unterstreicht. Die Daten verdeutlichen, wie kleinere, stärker verschuldete Unternehmen besonders empfindlich auf das aktuelle Zinsumfeld reagieren.
Source: The Kobeissi Letter