Rücknahmeanträge für Private Credit steigen im Quartalsvergleich um 56 % auf 12 Milliarden US-Dollar
Die Rücknahmeanträge von Anlegern bei großen Private-Credit-Fonds stiegen im zweiten Quartal 2026 um 4,3 Milliarden US-Dollar bzw. 56 % auf 12 Milliarden US-Dollar, angeführt von den Cliffwater- und Blackstone-Fonds. Die Neuverkäufe von BDCs brachen im April im Jahresvergleich um 74 % ein, was auf ein schnell schwindendes Vertrauen hindeutet.
Die Private-Credit-Krise verschärft sich. Laut Daten des Kobeissi Letter stiegen die Rücknahmeanträge von Anlegern bei großen Private-Credit-Fonds im Quartalsvergleich um 4,3 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 56 %, und erreichten damit bislang im zweiten Quartal 2026 12 Milliarden US-Dollar.
Der Cliffwater Corporate Lending Fund verzeichnete den größten Anstieg, wobei die Rücknahmeanträge um 3,0 Milliarden US-Dollar auf 5,3 Milliarden US-Dollar stiegen. Es folgte der Blackstone Private Credit Fund, der einen Anstieg um 720 Millionen US-Dollar auf insgesamt 4,5 Milliarden US-Dollar verzeichnete.
Gleichzeitig brachen die Neuverkäufe von Business Development Companies (BDCs) – dem wichtigsten Einzelhandelsvehikel für Private Credit – im April im Jahresvergleich um 74 % auf nur 1,6 Milliarden US-Dollar ein, der niedrigste monatliche Gesamtwert seit Mai 2023.
Die Daten deuten darauf hin, dass weitaus weniger Privatanleger neues Kapital in Private-Credit-Fonds investieren, und Analysten erwarten, dass die Abflüsse in den nächsten ein bis zwei Jahren anhalten werden, bevor sie nachlassen. Der zunehmende Stress in diesem Marktsegment ist offensichtlich.
Source: The Kobeissi Letter