Private-Credit-Fonds sehen sich im zweiten Quartal mit steigendem Rücknahmedruck konfrontiert
Apollo Debt Solutions verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg der Rücknahmeansprüche auf 17 % des Nettoinventarwerts, während bei neun großen Fonds insgesamt fast 15 Milliarden US-Dollar von Anlegern angefordert wurden, von denen weniger als 40 % erfüllt wurden.
Der Druck auf die Private-Credit-Branche nimmt zu, da die Rücknahmeanträge bei großen Fonds steigen. Apollo Debt Solutions, ein Flaggschiff-Retailfonds von Apollo Global Management, meldete für das zweite Quartal 2026 Auszahlungsanträge in Höhe von rund 17 % des Nettoinventarwerts, gegenüber 11 % im ersten Quartal. Der Fonds erhielt in diesem Zeitraum Rücknahmeanträge in Höhe von etwa 2,4 Milliarden US-Dollar, erfüllte jedoch weniger als 30 %, begrenzt durch seine standardmäßige quartalsweise Rücknahmegrenze von 5 %.
Der Trend beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Vehikel. Nach Angaben der Financial Times versuchten Anleger im zweiten Quartal bei neun großen Private-Credit-Fonds mit einem Vermögen von fast 200 Milliarden US-Dollar, fast 15 Milliarden US-Dollar abzuziehen. Weniger als 40 % dieser Anträge wurden erfüllt, was die Liquiditätsengpässe in der Branche verdeutlicht.
Branchenbeobachter weisen auf mehrere Belastungsfaktoren hin: wachsendes Engagement in Softwareunternehmen, die anfällig für KI-getriebene Störungen sind, höhere Zinssätze, die die Attraktivität illiquider Bestände verringern, sowie stärkere Renditen an den öffentlichen Märkten, die Kapital abziehen. Da die Rücknahmeanträge steigen und Liquiditätsgrenzen die Abflüsse einschränken, dürfte der Druck auf die Private-Credit-Branche bis 2026 anhalten.
Source: First Squawk