JP Morgan prognostiziert 1,2 Billionen US-Dollar Nettokapitalemission bis 2027 getrieben durch KI
JP Morgan schätzt, dass die Netto-Aktienemission in den USA bis 2027 auf etwa 1,2 Billionen US-Dollar ansteigen könnte und damit einen historischen Wendepunkt nach zwei Jahrzehnten mit Netto-Rückkäufen markiert. Die Welle wird durch Mega-IPOs von SpaceX, OpenAI und Anthropic sowie große Zweitplatzierungen von Alphabet, Meta und Oracle angetrieben.
Laut JP Morgan wird die Netto-Aktienemission in den USA voraussichtlich im Jahr 2026 auf rund 200 Milliarden US-Dollar ansteigen und dann im Jahr 2027 im Jahresvergleich um 500% auf etwa 1,2 Billionen US-Dollar zulegen. Dies umfasst IPOs, Zweitplatzierungen und andere Aktienverkäufe abzüglich Rückkäufen. Der zusammengefasste Zweijahreszeitraum wäre die größte Nettoaktienemission seit mindestens den späten 1990er Jahren.
Dies markiert eine scharfe Kehrtwende zu den vorangegangenen 20 Jahren, in denen Aktien im Wert von rund 12 Billionen US-Dollar zurückgekauft wurden, was das verfügbare Aktienangebot stetig verringerte. Der bevorstehende Boom wird angeführt vom Börsengang von SpaceX, der auf 85,7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird (Ticker: SPCX) — dem größten in der Geschichte — sowie den erwarteten Börsengängen von OpenAI und Anthropic.
Gleichzeitig wird erwartet, dass die Technologiegiganten Alphabet ($GOOGL), Meta ($META) und Oracle ($ORCL) Hunderte von Milliarden durch Zweitplatzierungen aufbringen, um ihre KI-Ausgabenpläne zu finanzieren. Die Analyse von JP Morgan deutet auf eine beispiellose Welle von US-Aktienemissionen hin, die die Marktangebotsdynamik neu gestalten könnte.
Source: The Kobeissi Letter