Japanische JGB-Renditen stürzen ab, nachdem Finanzminister Pensionsfonds zum Kauf inländischer Anleihen auffordert
Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen fiel am Freitag um 16 Basispunkte auf 2,71 %, der größte Tagesrückgang seit April 2025, nachdem der Finanzminister die Pensionsfonds ermutigt hatte, mehr im Inland zu investieren. Auch die 30-jährige Rendite fiel stark um 13 Basispunkte auf 3,87 %.
Der japanische Anleihemarkt erlebte in dieser Woche eine historische Volatilität. Die Rendite der 10-jährigen JGB fiel am Freitag um 16 Basispunkte auf 2,71 %, der größte tägliche Rückgang seit April 2025, nachdem sie am Vortag auf 2,90 % gestiegen war – ein Niveau, das seit 30 Jahren nicht mehr gesehen wurde. Auch die Rendite der 30-jährigen JGB fiel stark um 13 Basispunkte auf 3,87 %, der stärkste Rückgang seit dem 21. Januar.
Die Bewegungen folgten auf Äußerungen des japanischen Finanzministers, der erklärte, dass die Regierung Pensionsfonds, einschließlich des 1,8 Billionen US-Dollar schweren Government Pension Investment Fund (GPIF), dazu ermutigen wolle, ihre Investitionen in inländische Vermögenswerte zu erhöhen. Sollte dies umgesetzt werden, könnte dies die Allokation von ausländischen Wertpapieren hin zu japanischen Staatsanleihen verschieben und den Druck auf den inländischen Anleihemarkt verringern.
Eine solche Verschiebung würde wahrscheinlich auch den Yen stützen, indem die Kapitalabflüsse reduziert werden. Marktteilnehmer erwarten kurzfristig eine anhaltend hohe Volatilität sowohl an den japanischen Anleihe- als auch an den Devisenmärkten.
Source: The Kobeissi Letter