Einkaufspreisindex des Eurozonen-Verarbeitenden Gewerbes erreicht 3-Jahres-Hoch und signalisiert Inflationsanstieg
Die Einkaufspreise des Verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone sind im Mai auf 80 gestiegen, der höchste Stand seit Mai 2022, während die Verkaufspreise ein 3,5-Jahres-Hoch erreichten, was auf zunehmenden Inflationsdruck durch steigende Energie- und Rohstoffkosten hindeutet.
Der Einkaufspreisindex des Verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone stieg im Mai auf 80 Punkte, den höchsten Stand seit Mai 2022 und den größten monatlichen Anstieg der Kosten für Unternehmen seit vier Jahren. Auch die Verkaufspreise stiegen stark an und erreichten mit 62 Punkten den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren.
Die Preissteigerungsrate der von Unternehmen verlangten Preise ist seit Jahresbeginn 2026 um 12 Punkte bzw. 24 % gestiegen, hauptsächlich getrieben durch steigende Energie- und Rohstoffkosten. Lieferkettenverzögerungen haben sich verschärft und sind auf ein Niveau zurückgekehrt, das seit dem pandemiebedingten Engpass von 2022 nicht mehr gesehen wurde, was zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Preise ausübt.
Infolgedessen geben die Fabriken die höheren Kosten an ihre Kunden weiter, was in den kommenden Monaten zu einer höheren Inflation führen dürfte. Der Preisdruck in ganz Europa nimmt deutlich zu.
Source: The Kobeissi Letter