EZB-Hawkish-Ton vermag Euro nicht zu stützen, da Zinspfad bereits eingepreist ist
Commerzbank-Analysten stellen fest, dass die EZB zwar leicht hawkish klang, die Märkte jedoch bereits zwei weitere Zinserhöhungen eingepreist haben, was den Euro nach Lagardes vorsichtigen Äußerungen schwächer werden lässt.
Die Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen kommentierte die jüngste Schwäche des Euro und wies darauf hin, dass der Ton der Europäischen Zentralbank bei der jüngsten Sitzung leicht hawkish war. Allerdings haben Anleger bereits zwei weitere Zinserhöhungen eingepreist, was jede positive Wirkung auf die Währung schmälert.
Präsidentin Lagarde vermied es, eine klare Forward Guidance zu geben, was den Euro zusätzlich unter Druck setzte. Die Markterwartung künftiger Straffungen scheint vollständig diskontiert zu sein, sodass für weitere Aufwärtspotenziale allein durch hawkische Rhetorik wenig Spielraum bleibt.
Infolgedessen gab der Euro gegenüber den wichtigsten Währungen nach, was den Fokus des Marktes auf den bereits eingepreisten Zinspfad und nicht auf die Haltung der EZB widerspiegelt.
Source: FXStreet Forex News