Rohöl fällt aufgrund von Überangebotsängsten bei Fortschritten in den Iran-Gesprächen
Die Rohölpreise für WTI und Brent sind aufgrund wachsender Überangebotsbedenken, Fortschritten in den US-Iran-Gesprächen und der Erholung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus gefallen.
Die Rohölpreise sind am Montag gefallen, wobei WTI um 1,3% auf 68,58 $ pro Barrel und Brent um 1,9% auf 71,57 $ nachgaben. Der Ausverkauf wurde durch Fortschritte in den US-iranischen Atomgesprächen und eine anhaltende Erholung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus angetrieben, was die Ängste vor Angebotsunterbrechungen verringerte.
Die Marktstimmung verlagert sich von knappen Angeboten zu einem möglichen globalen Überschuss. Brent-Rohöl blieb in Contango, einer Struktur, die auf ein Überangebot hindeutet. Goldman Sachs erwartet, dass sich die Ströme durch die Straße von Hormus bis Ende Juli normalisieren, und prognostiziert einen Überschuss von fast 2 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2027. Auch Morgan Stanley hat vor einem drohenden Überschuss gewarnt und seine Preisprognosen gesenkt.
Auf der Angebotsseite hat Iran seit Erhalt der US-Sanktionserleichterung mehr als 40 Millionen Barrel exportiert, während die russischen Ölexporte auf Rekordniveau gestiegen sind. Trotz verbesserter Ströme bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unter dem Vorkriegsniveau, wobei geopolitische Risiken weiterhin bestehen.
Source: First Squawk