Commerzbank: Steigende Zinssätze signalisieren Risiko für den Brasilianischen Real
Commerzbank-Devisenanalyst Michael Pfister stellt fest, dass höhere brasilianische Zinserwartungen den Brasilianischen Real in der Vergangenheit eher schwächen als stützen.
Commerzbank-Devisenanalyst Michael Pfister hat auf ein kontraintuitives Muster beim Brasilianischen Real (BRL) hingewiesen: Steigende Zinserwartungen in Brasilien setzen die Währung tendenziell unter Abwärtsdruck, anstatt Kapitalzuflüsse anzuziehen, wie es die konventionelle Theorie nahelegt.
Pfister führt dies auf die erhöhte Risikowahrnehmung zurück, die Zinserhöhungen in Schwellenländern in der Regel begleitet. Wenn die Zentralbank eine straffere Politik signalisiert, spiegelt dies oft Inflations- oder Haushaltssorgen wider, die das Vertrauen der Anleger untergraben und Kapitalabflüsse auslösen können.
Die Bemerkungen des Analysten kommen, während die Märkte den Kurs des brasilianischen Selic-Zinses angesichts anhaltender Inflation und Haushaltsunsicherheit bewerten. Der BRL stand in den letzten Wochen unter Druck gegenüber dem USD, wobei das Paar nahe erhöhten Niveaus gehandelt wurde.
Source: FXStreet Forex News